Gefangen im Labor 2

Im Labor gab es länger schon ein Problem,
die Kulturen wuchern zwar üppig und schön,
das heißt, was die Macher darunter verstehen.
Aber man muss die Sorten spezifisch sehen.

Sie sind für die Ewigkeit nicht gedacht,
wenn man damit bloß Geschäfte macht.

Die Schwarzhäute sind am besten in Schuss,
da bereitet auch der Intellekt kein´ Verdruss.

So eine robuste stabile Rasse,  
verkauft sich sehr gut, da klingelt die Kasse.

Zu ihren besten Merkmalen zählen,
dass sie sich problemlos weiter vermehren,
Sie sind impulsiv, tun gern hüpfen und  springen,
sind als Sklaven brauchbar zu nützlichen Dingen.

Die Gelbhäute sind schon anderer Natur,
intelligent sind fast alle und voller Fleiß,
doch sind ihre Seelen den Ahnen verbunden,
das drückt den Preis.

Das heißt, es ist seelisch nicht ganz klar,
ob die Ahnen sie holen aus der Gefahr.
Das wär finanziell ein herber Verlust.

Aber sonst?
Tipptopp – und bestens in Schuss.

Das Ahnenproblem war in Europa erledigt,
dort wurde das Christentum gepredigt.
im Ergebnis, dass jeder zu Gott hochschaut,
aber nicht mehr der eigenen Herkunft vertraut.

Das ward so geboten, und so ward´s gemacht,
dies hat der Laborchef selber vollbracht.
Er machte die Regeln und gab das Gebot,
ihn anzubeten, denn er wäre Gott.
Der sollt´ zwar bloß Hüter und Lehrer sein,
aber setzte sich damit als Eigner ein.

Die Weißhäute bargen auf jeden Fall
ein spirituell hohes Potential.
Darum waren mit Vorsicht sie zu obwalten.
Man musste sie unter Kontrolle halten.

Die Vermehrung der Weißhäute ward reduziert,
weil ihr Dasein angeblich zu Engpässen führt
in des Labors Energiebilanz.
Bald wünschte man sich,
sie verschwänden ganz.

Eine Schale war etwas abseits gestellt,
das waren die Deutschen,
die brachten viel Geld,
denn sie finanzierten den Rest des Labors,
respektive der Welt.

Niemand wusste so recht, was war ihr Zweck?
So zogen sich stets wieder selbst aus dem Dreck.
Sie konnte man prügeln, ausplündern, vernichten,
sie schafften stets wieder, sich selbst aufzurichten.

Wenn Deutsche  frei würden in ihrem Verhalten,
dann müsste man das Labor umgestalten.
Es entstände ein Riskio ohnegleichen,
würden die Deutschen ins Freie entweichen.
Darum gab ein jeder Laborant gut Acht,
was in jeder Lage der Deutsche macht.

Verdammt! Die Zeit läuft,
man ist in Verzug!
Die Kriege waren nicht blutig genug!
Die Abnehmer lauern auf Lieferung!
Milliarden Wesen braucht man als Dung!

Die neue Aussaat steht kurz bevor,
und die Erde ist noch nicht umgepflügt.
Hinweg mit den Wesen! 
Ein Zwangzigstel reicht,
das für die neue Aussaat genügt.

Mit den Deutschen wusste man nicht wohin.
Sollen die sich vermehren? Das hat keinen Sinn.
Ihr Wille nach Freiheit wird immer stärker
und das bringt nur Ärger.

Das war ein Faktor, nicht zu übersehen,
DAS Deutsche konnte nach hinten losgehen.
Den Laborchefs wäre schnell die Führung entglitten,
so bestückt´ man die Deutschen mit Parasiten.

Mit den eingeschleppten fremden Erregern,
durch nichtkompatible Völkerscharen,
beschloss man die Deutschen auszurotten,
um wenigstens das Labor zu bewahrenl

nichtkompatible Völkerscharen

Deutsche waren den Laboranten im Wege,
gab es doch feste Lieferverträge
über endlos lange Epochen hinweg.
Die tritt man doch nicht einfach in den Dreck.

In der Petrischale war nun etwas los,
viele starben, doch auch der Zorn wurde groß.
Der Invasoren letztes Gefecht
war nun durchschaut und klappte nicht recht.



Zudem hatte sich, ohne Kenntnis der Welt
unser Nukleus sich uns zugesellt.
Ihn  hatte wirklich der Himmel geschickt,
dass er hier alles wieder gerade rückt.

Denn das Elend auf Erden war riesengroß
und der Wesen Zerstörung beispiellos.

Die Laborwesen wussten nicht mehr,
wer sie waren.
Sie hatten sich nie als mächtig erfahren.
Sie empfanden sich niedrig und jämmerlich,
dass Terraner sie sein würden, wussten sie nicht.

Nun war der Nukleus da, der Befreier,
gab den Laboranten so richtig Feuer.
Die Menschen hatte diese als Götter gesehen,
nun sahen sie die nackt und bloß dastehen.

Denn das sind keine Götter,
sind Hochstapler nur,
von Edelmut, Göttlichkeit keine Spur.

Das Labor ist geschlossen, die Luken dicht,  
keiner kann rein und keiner kann raus.
Allmählich öffnen die Menschen die Augen
und sind entsetzt von Horror und Graus.

Alles was sich ein krankes Hirn ausgedacht,
das wurde in diesem Labor gemacht.
Hier hat es niemals Grenzen gegeben
und es ist erstaunlich, dass wir noch leben.



Eins aber ging mir

nicht aus dem Sinn?
Wo sind

die gefangenen Seelen hin?
Ihnen war seit Äonen

die Rückkehr verwehrt,
sie sind nie in ihr Stammhaus

zurückgekehrt.


Wo sind sie? Versteckt oder untergetaucht?
Die kommen nie frei, denn sie werden gebraucht,
um das Laboratorium aufrecht zu halten
unter der Obhut obskurer Gestalten.
Das sind keine Götter, das sagen sie bloß.
Monster sind sie, kalt und seelenlos.

Ein Gedanke zu “Gefangen im Labor 2

  1. Pingback: Freiheit ohne Wahrheit? | Myriels Flammenschwert

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