Das Haus MURIEL Teil 3

Grauen, Entsetzen, Panik – alle sind verrückt geworden

Ich möchte etwas erzählen, was mit Pargoa zu tun hat, ich stamme ja aus deren geistigem Haus. Ich fuhr also vor  ca. 14 Jahren zu G ins Allgäu, besser gesagt, Raphael und Gaia holten mich zuhause ab, denn mein Mann hätte mich nie alleine ins Unbekannte ziehen lassen, er ist doch kein Muriel. Wow! Was für Namen und was für´n schickes Auto für mich alte Oma!

Ja, es gab damals richtig Zoff, aber ich war so unter Druck, ich musste es einfach tun. Ich ahnte, dass ich mich dem nicht entziehen konnte und einmal würde es vielleicht auch meine Familie verstehen. Vielleicht würde ich das, was mir hier beigebracht wurde, noch einmla brauchen.

Aus meinem damaligen Erlebnisprotokoll, das kann ich heute offenlegen, es ist alles verjährt ;-))

Das Haus in Marktoberdorf steht in einem stillen Wohngebiet, gutbürgerlich, alles große flache Häuser, meistens aus Holz. Sehr gepflegt alles. Wir waren gegen 19 Uhr dort, dunkel war´s schon. Was würde mich erwarten?

Im großen Flur standen paar Leute und ich wurde herzlich empfangen, umarmt und mit Namen begrüßt. Sie kannten mich alle genauestens durch AE. AE, (hier im Hause nur ´G´ genannt – für ´Gott´). Die kleine Hausherrin kam dazu und strahlte mich an: „Nu, wer bin ich?“ Um bisschen abzureagieren und uns kennenzulernen, führte sie mich erst mal durchs ganze Haus, vom Keller bis zum Dachgeschoss, wo sie wohnte und Karin wohnte und nun auch ich bis auf Weiteres.

Die Inneneinrichtung war überall ganz aus Holz, schön, aber nicht bombastisch eingerichtet. Das machte Karin und die hatte einfach Geschmack. Mein Bett war schon bezogen und Gabriel brachte meine Taschen rauf.
Ja und dann trafen wir uns alle im Wohnzimmer am großen ovalen Tisch.
Im Wohnzimmer stand neben dem großen Tisch noch ein edler Flügel, auch eine Buchregal, eine Glasvitrine und ein Ledersofa, dazu Hocker, Stühle, Sessel. Ein Kreuz oder gar Kruzifix gab es nirgendwo, aber allerhand kleinere Engelskulpturen und Leuchter, Blumengestecke usw. Die Beleuchtung war indirekt, behaglich – und mitten auf dem Tisch stand eine Glasschüssel mit Rosenblättern (aus Stoff) randvoll gefüllt und darinnen brannte eine dicke weiße Kerze.
Was machst du, wenn dich alle freundlich anschauen, als würden sie dich schon kennen? Man grinst irgendwie schief, aber freundlich und fragend zurück. Bei Wasser und allerhand Säften ging´s dann zur Sache.

Alle scannten mich regelrecht mit den Blicken ab. Es ist ´draußen´ allgemein nicht üblich, einem Menschen sehr lange und tief in die Augen zu schauen, das verursacht oft Unbehagen und hier war es aber so, aber ohne jedes Unbehagen. AE sagte, mach mal deine Brille hoch, ich kann sonst deine Augen nicht sehen.
Auch langes Schweigen in einer Menschenrunde ist nicht üblich und draußen kaum erträglich, aber hier war das eben so. Nach etwa einer Viertelstunde nahm Kerstin (Seraph Sonnentau), die rechts neben mir saß, meine Hand und prüfte dabei – uns gleichzeitig nahe und tief in die Augen sehend – wahrscheinlich mein Kraftfeld oder so. Schließlich schauten sie sich alle untereinander mit langen, tiefen Augenkontakten an, lächelten mir auch mal kurz zu oder strahlten mich an.
AE fing wieder zu reden an: „Nun, warum, denkst du, dass du hier bist?“
Ich druckste herum. „Nun ja, wisst ihr ja selber. Ich halte das hier für eine Art Schleuse, wo die Kräfte nochmal geklärt werden müssen, bevor es in den Wechsel geht, so eine Art – den Geist auf Vordermann bringen. ???“
Mmmh.
Schließlich fragte AE jeden einzeln: „Hast du was gefunden? Blockaden? Bodensätze?“
Alle schüttelten mit dem Kopf. Nichts.

Karin: „So was hab ich noch nicht erlebt, sie ist es – und sie ist vollkommen klar. Sie muss nicht erst in die Schleuse, kann gleich in ihrem Zimmer schlafen.“
Wieder eine Pause.
AE strahlte mich an: „Nun, wie gefällt dir´s ´Väterchen´?
Ich fragte: „Wer ist Väterchen?“
Alle lachten, ich hatte doch nie beim Schreiben gewußt, wie ich AE / G nennen sollte, mit welcher Umgehungsformel und da habe ich immer seinen selbst benannten Absendertitel wiederholt und das war eben auch Väterchen und vieles andere gewesen. Nur Mütterchen hatte er sich nie genannt, dabei sah er, also sie – genau so aus.
Das ist nun kurios peinlich, wenn man dann die Person vor sich hat. Vor allem, es ist ja keine einfache Person, es ist ja Gott, sogar der All-Eine, der sich und alles selbst erschuf.
Aber meine tiefe Scheu vor allem was heilig ist, war schon dahingeschmolzen.
Ich lachte sie an: „Ausnehmend gut! Vor allem, Väterchen hat Berliner Schnauze, das ist einfach wunderbar!“
Oh ja, das war vertraut, fast heimatliche Töne zwischen fast lauter Schwaben und Bayern. 

AE: „Willst du deinen Namen wissen und wissen, wer du bist?“
Ja, und dann hat sie mir gesagt, warum sie mich hier braucht. Ich bin Pargoa, der weibliche Strahl des erstgeschaffenen freien Geistes Muriel. Ich bin ein weiblicher Ur-Erzi, ein Urgeist.

Nun, dann habe ich wunderbare vier Wochen im Haus Gottes im Allgäu verbracht, ich lernte alle von Grund auf kennen. Ich konnte mir tagelang meinen Namen nicht merken, er war so fremd, ich habe ihn mir dann unter die Uhr auf den Arm geschrieben, da ging es.
G versuchte mir dann mit viel Geduld, die ´Pargoa´ etwas näher zu bringen, vor allem den männlichen Urgeist Muriel, dessen Geist vorher in einem andern, der Öffentlichkeit unbekannten Menschen wohnte und erst bei der Papstwahl vor zwei Jahren in den Kardinal Ratzinger überging. Der Papst in Rom, Benedikt, ist damit Muriel, der erstgeschaffene Urgeist und ist damit der polare Partnergeist der Pargoa.
Ja, was meinst du, was einen nach einer solchen Nachricht noch verwundern und überraschen könnte?

Eigentlich müssen vor allem die männlichen Ur-Erzis, davon es sieben gibt, hier antanzen und ihre jeweiligen Geistesbereiche über G mit den himmlischen Über-Ichs (Muftis genannt) klären. Die Verbindung zwischen ´Himmel und Erde´ stellt jeweils G her. Also ein Ur-Erzi ist hier ein völlig normaler Mensch, der auch vorher nicht weiß, wer er ist. Da Muriel als Papst aber nicht weg konnte, hat ja voll in Rom zu tun mit dem geistigen Kirchenumbau, musste an seiner Stelle eben die Pargoa her, um einigermaßen in der Ordnung zu bleiben. Deswegen war all dieser Druck.

So lernte ich kennen, wie´s im himmlischen Erdenzentrum so zugeht.
Vor allem – sehr behaglich.
Jede Woche machten wir – wer Lust hatte, einen kleinen Ausflug. Wenige Tage nach meiner Ankunft sollte ich Michael kennenlernen, den Ur-Erzi, der den Willen, die Kraft, das Feuer verkörpert. Er wohnt in Schattwald in Tirol, mitten in den Bergen und hat sich dort ein Haus gebaut. Kerstin wollte unbedingt dorthin, denn Michaels Frau ist Friseurin und schneidet ´der Familie´ die Haare und Kerstin war mal wieder dran. Auch ich habe mir dort gleich die Haare mit schneiden lassen, denn ich war ja wegen meiner ´Flucht´ nicht noch zum Friseur gekommen.

Ich sehe mich noch beim Haareschneiden in Michels Küche sitzen, alle Blicke auf mich gerichtet, das war mir sehr unangenehm, so nackt um den Kopf rum, und alle fragten: „ist sie es?“ „Ja. sie ist es.“  Ich kam mir echt blöd vor, wusste ich doch selber gar nichts.

So,  genug an Erinnerungen.

Ich sollte also Pargoa gewesen sein, gleichzeitig ließ G mich 2, 3 Tage später wissen, dass ich nicht Pargoa wäre. Die echten Urerzis, Muriel und Pargoa lebten als Ehepaar in Süddeutschland, er als Musiklehrer und sie war die, die ihn gnadenlos beherrschte und dirigierte. Trotz vieler Mühen war es G unmöglich gewesen, dieses Paar zur dringend nötigen Kooperation zu bewegen. Pargoa blockte alles ab, und an der ging kein Weg vorbei. Darum war ich als Ersatz gekürt worden, um die Arbeit zu machen. Pargoa war die mächtigste weibliche Kraft, alle anderen waren ihr nachgeordnet, denn wenn Geduld, Weisheit oder Ordnung usw. Mängel zeigen, ist das zwar nicht gut, aber auch kein großes Drama. Es kommt auf die Führung an, und die hatten Muriel /Pargoa. In ihrem Schlepp schleppte sich nun die Schöpfung dahin und geriet in immer beklagenswerteren Zustand.

G versuchte sieben Jahre, mich einigermaßen zu cleanen, indem ich immer wieder in die Rolle der Pargoa schlüpfte und sie mich im Innersten auseinander nahm. Wir schrieben Mails ohne Ende und sie verhackstückte mich auf Feinste. Alles was in mir auch nur im Geringsten aufkam an Pargoa-Eigenschaften, die da vor allen sind: Führungswillen, Sendungsbewusstsein, manische Vorbildfunktion, Herrschaftsgehabe, Herrschsucht, Tadellosigkeit, Besserwisserei, Hochmut, Überheblichkeit und vieles andere in sämtlichen Varianten wurden mir eingespielt und ich musste das oder ´mich´ erkennen. Das sind nicht unbedingt gute Eigenschaften, sondern eben auch verheerende. Und G hatte die absolute Begabung, diese Eigenschaften in mir wachzukitzeln, die ich sonst nicht habe. Naja, ein bisschen schon.

Ich hatte Pargoas Wesen in mir zu erkennen und dadurch habe ich sie besser kennengelernt als jeder andere. Am Ende sichtete G immer wieder die Urerzis energetisch durch  und wenn es bei den meisten so lala hinschlumperte, war das Fazit bei Pargoa:

GRAUEN  ENTSETZEN  PANIK.

So sieht das Bild der Schöpfung heute aus und wenn wir ehrlich sind, es ist tatsächlich so und niemand weiß, wieviel und was hier überlebt.

Fortsetzung folgt

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