Beltanefeuer

Wenn in den Königreichen von Britannien ein König starb, ohne einen Sohn als Thronfolger zu hinterlassen, kam es zu großen Problemen.

Auf die Abstammung wurde großer Wert gelegt, aber zugleich auf Aufrichtigkeit, Tapferkeit und Führungsstärke. Schließlich ging es um die Erhaltung des Landes und seiner Bewohner, denn es fanden dauert Raubfeldzüge anderer Völker statt. Zur Zeit des König Artus waren das die Sachsen (die mit dem Pferdegott, also die Niedersachsen) die große Probleme bereiteten.

Die Herrin von Avalon, die Hohepriesterin versuchte mit ihren spirituellen Kräften und mit ihrer Gefolgschaft die Geschicke des Landes im Hintergrund zu beeinflussen, indem sie avalonische Elemente in die römische Herrschaft einbrachte und so das natürliche Leben zu bewahren versuchte. Mit dem massiven römischen, also christlichen Einfluss im Land befand sich der alte, auf die Göttin orientierte Glauben in der Defensive. Überall waren schon Kirchen entstanden, es war absehbar, dass die Macht  der alten Götter, speziell die Macht der Göttin, ihrem Ende zuging. Die Herrin von Avalon versuchte also, ein Königspaar hoher avalonischer Abstammung zu etablieren, was nicht ganz einfach war.

Die Zeremonien und Riten der Avalonier waren ganz andere Natur als die religiös-kirchlichen. Sie waren spiritueller und nicht religiöser Natur und generierten entsprechend große Kraft.

Auf neudeutsch könnte man sagen: die wussten die richtigen Knöpfe zu drücken. Die natürlichen elementaren Steuerungsmechanismen waren den Druiden und den Priesterinnen bewusst, sie wurden gründlich dafür ausgebildet von Kindesbeinen an – so konnten sie mit den Elementen ´arbeiten´.

Höhepunkte waren die jährlichen Beltanefeuer, bei denen rituell die Vereinigung des Gottes mit der Göttin zelebriert wurde.

Die Herkunft von König Artus war im Volk umstritten. Er hatte zwar britisch-königliches wie auch avalonisches Blut in sich, was aber im Volk angezweifelt wurde. Er wählte darum den Weg ´mit den Hirschen zu laufen´, was bedeutet, sich die Königswürde zu verdienen.

mit den Hirschen laufen ….

Artus entschloss sich in sehr jungen Jahren, kaum erwachsen – zu dieser lebensgefährlichen Prozedur, mit den Hirschen zu laufen, weil der alte König sterbenskrank war. Er bekam ein Hirschgeweih auf dem Kopf befestigt und lief mit dem Rudel. Er wurde so spirituell zum Hirsch, zum Leittier, zum König. Und wenn er stark und geschickt genug war, im Rudel zu überleben und den Leithirsch mit seinem Messer zu töten, durfte er die Ehe mit der Göttin vollziehen und erlangte damit die höchste Königswürde für sein Volk.

Als Göttin wurde eine avalonische Jungfrau von hoher Herkunft und spiritueller Eignung und Ausbildung ausgewählt. Die als ´Göttin´ berufene Priesterin hatte aber nichts mit der künftigen Königin zu tun. Der König suchte sich dann eine passende Gemahlin, das heißt, möglichst auch eine Königstochter mit großer Mitgift.

Das Ritual des Beltanefeuer wurde sorgfältig vorbereitet, besonders wenn es um das Küren einen neuen Königs ging, lief über mehrere Tage und war ein Höhepunkt im avalonischen Brauchtum, sehr zum Missvergnügen der aufgekommenen Kirche, die längt in allen Teilen Britanniens Fuß gefasst hatte.

Es entstand das Gerücht, dass solche heidnischen Feste die Vereinigung der Frauen mit dem Gehörnten seien, also mit dem Teufel.

Dabei geht das auf diese Beltanefeuer zurück. Bekannt ist auch das ´Hörner aufgesetzt bekommen´ oder der gehörnte-betrogene – Ehemann, aber das ist ein völlig anderer Sinn.

Bald galten alle Frauen, die sich nicht dem römischen Glauben unterwarfen und ihre Unterordnung unter das Christentum und damit die Männerwelt als gottgefällig annahmen, als Hexen, die im Bund mit dem Teufel Unglück über das Land brachten. So wurden die spirituellen Energien der Frauen und der Männer, die einst mit Ritualen geweckt und gepflegt wurden, bald als böse und verderblich gebrandmarkt und so weit wie möglich getilgt. Wo aber der sinnvolle und gute Kern eines Rituals (was ja eine Programmierung bedeutet) zerstört ist, verschwindet auch der Inhalt.

Aus dem einstmals gesunden Kampf um Überleben und naturgegebene Führungskraft, wo nur die Besten und Tapfersten zur Spitze des Volkes gelangen konnten, entstand das Geschäftsmodell Kirche und wurde über alle Menschen gestülpt. Jetzt war der Keim gelegt, dass niedere, schlechte, betrügerische und falsche Charakter in die Führungsspitzen  aufstiegen, also es erfolgte eine Negativauslese. Geld tat sein Übriges. Alles wurde käuflich.

Maria wurde gekürt als das Idealbild der domestizierten Frau. Die starken weiblichen Urkräfte waren im Kern ausgehebelt. Durch die Buchreligionen entstand eine andere Welt, eine körperfeindliche Welt, die für die Frauen verheerend war. Jahrtausende weiblicher Unterdrückung zeugen davon.

Avalon war das Refugium für die Göttin, für die weibliche Wurzelenergie, für die Natur, für die Weisheit um alles Leben und Sterben.

König Artus und die Tafelrunde

Berührend und typisch dafür ist die Szene, in der die Herrin von Avalon einer lieben Freundin, die unheilbar krank ist, fast im Sterben liegt und fürchterlichste Schmerzen hat – etwas eingibt, damit sie sanft entschläft. Alle sind erleichtert, weil die Sterbenskranke nicht mehr leiden muss. Nur einer klagt deswegen die Herrin von Avalon scharf an, ihr eigener Sohn, dem die Regeln seiner Kirche inzwischen wichtiger sind als das Leben seiner eigenen Mutter.

Wie konnte ein religiöses Regelwerk Menschen so beeinflussen, dass sie alle vernünftigen und empathischen Gefühle und alle alte Weisheit abstreifen zugunsten eines männlich orientierten, mit Sünde und Angst besetzten Weltbildes?

Es war der Sieg des Kopfes über Herz und Verstand.

Ich werde hier nicht viel über den Inhalt dieses Buches verraten. Mit geht es darum zu erfahren: Wie war das, als der große Umbruch stattfand, als das Naturwissen in den Untergrund verdrängt wurde?

Avalon wird historisch festgemacht in Glastonbury in England. Mit seinem Verschwinden verschwand auch unsere Märchenwelt. Es ist die Welt einer klaren Ordnung: Das Gute siegt und das Böse wird bestraft. Es verschwand weitgehend das Wissen um die Natur und damit das spirituelle Erkennen.

Glastonbury

Die Menschheit versank in einem Albtraum von Kriegen, Geld, Lügen, Geschwätz, Luxus und Vernichtung.

Nun ist Avalon wieder zurück und ist mächtiger denn je. Das Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen wird sich auflösen zu beidseitiger Vervollkommnung.

Avalon beherrscht wieder die Elemente, sie managen unser Wetter und gewährleisten damit unsere natürlichen Lebensbedingungen.

Ein Gedanke zu “Beltanefeuer

  1. Wir danken dem Allvater für unsere Befreiung aus den Fesseln der Lüge und Überheblichkeit,Es geht nur über den Weg des Schmerzes,damit die Menschen wieder Demut erlernen.Und das passiert gerade durch ANUT.PI.

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