Der Ruf ins Leere

In Gedenken an meinen Onkel Rudolf Schaub, vermisst 1945
Dank und Ehre alle gefallenen und vermissten deutschen Soldaten

Wo seid ihr abgeblieben,
ihr alten Gotteskrieger?
Hat euch der Feind erschossen
oder hingerafft das Fieber?

Hat Feuer euch vernichtet
oder der Freund verraten?
Wir hörten eure Lieder
und sahen eure Taten.

Wer hat sich abgewendt´?
Und wer hat uns getrennt?
Wir konnten nicht mal trauern
um unsere armen Väter.
Wir kommen wieder, hieß es.
Das wird nur etwas später.

Ihr musstet von uns gehen
und wir mussten´s ertragen.
Mein armes deutsches Volk,
wie wurdest du geschlagen.

Die Ehre die man selbst
den schlimmsten Feinden gönnt,
die wurde euch verweigert
und keiner darum stöhnt.

Ein Ende ohne Ende.
Kein Brief. Kein letzter Gruß.
Einsam auf fremden Boden
der Deutsche sterben muss.

Die Mütter, die verdeckten
ihr leidensschweres Haupt.
Wo ist mein Sohn geblieben?
Wo sank er in den Staub?

Wer kann den Schmerz ermessen
millionenfach an Zahl.
Es ließ die Zeit vergessen
all der Vermissten Qual.

Wer hat sie hingerichtet,
die Seelen namenlos?
Die Hoffnung nur auf Wiederkehr
gab ihren Müttern Trost
.
Bis dass sie selber starben,
Geschlecht folgt auf Geschlecht.
Und niemand ward gesühnet
Und keiner fand sein Recht.

Nun scheint es uns verloren, 
das namenlose Heer.
Wir durften´s nicht betrauern,
und ehren nimmermehr.

Mein Volk hat sich vergessen.
Die halbzertretenen Massen
sind irrsinnig und krank geworden,
könn´ Wahrheit nicht mehr fassen.

Ein himmelschreiend ´Unrecht
hat deutsches Volk zerstört,
weil von den Unbegrab´nen
man nie mehr etwas hört.

Mein eignes Volk musst´ sie verachten,
verleumden und vergessen.
Oh diese Schuld ist beispiellos
und niemand kann sie messen.

Solch Frevel kommt nie aus der Welt.
Zorn glimmt im deutschen Blut
und einmal bricht es aus uns raus
in rasendwilder Wut.

Zitat Dwight D. Eisenhower (1890-1969) „Unser Hauptziel ist die Vernichtung von so viel wie möglich Deutschen. Ich erwarte die Vernichtung jedes Deutschen westlich des Rheines und innerhalb des Gebietes, das wir angreifen.“ – zu Beginn des Ruhr-Angriffes

Man hätt uns trauern lassen sollen,
doch das ist nie geschehen.
Man dreht die Köpfe, schließt die Augen
und will davon nichts sehen.

Jeder hat Ehre sich verdient,
der einst im Kampf geblieben,
Ob an der Front, im Feuersturm
oder vom Land vertrieben.

Den toten Deutschen ungezählt,
hat man die Ehr genommen.
Wie soll mein Volk um diese Schmach 
jemals zum Frieden kommen?

Gras ist gewachsen über alles,
Generationen kamen.
Man lachte sich den Schmerz vom Leib
und ehrte Andrer Namen.

Generationen gingen wieder,
ein´ jede mehr entfremdet
den Ahnen, die ihr junges Leben
in einem Krieg verschwendet.


Den Krieg, den keiner haben wollte,
er wurde aufgezwungen,
mein redliches und gutes Volk
ward in die Knie gerungen.

Die Götter oben, unbewegt
In himmlisch-ferner Sphäre.
die rechneten in kühler Ruh,
was zu gewinnen wäre.

Was bringt´s an Geld, wenn Biomasse
In großem Maß zugrunde geht?
Was juckt es wen, wenn Erdenwesen
das Elend bis zum Halse steht?

Man stellte Deutschland an die Wand.
Man brachte es zum Schweigen.
Doch sind die Deutschen wirklich tot?
Das wird sich erst noch zeigen.

Hat uns selbst das verlorene Heer
verraten und vergessen?


Solang noch Deutschland
in uns lebt,
ist nichts
umsonst gewesen.

2 Gedanken zu “Der Ruf ins Leere

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