Loki der Zauberer

Märchenstunde für unsere Kleinen

Es war einmal vor langer, langer Zeit in einem fernen Land. Da lebte ein großer König, er hieß Loki  und er war der klügste von allen Königen weit und breit. Dazu war König Loki ein Zauberer, der Größte von allen anderen Zauberern und Magiern. So herrschte er bald dank seiner Klugheit und Verwandlungskunst über alle anderen Könige und Reiche, denn es fiel ihm leicht, alle ordentlich zu täuschen und hinters Licht zu führen.

Durch seine Künste  erwarb sich König Loki stets soviel Gold und Geld, wie er nur wollte. Er zauberte es sich einfach aus anderen Königreichen herbei. Wie er das tat?

Er spazierte durch die benachbarten Reiche, besuchte überall die Könige, immer galant und freundlich, aber schaute sich dabei um, wo etwas für ihn zu holen wäre. Da Loki seine äußere Form in viele andere Formen zugleich verwandeln konnte, war es ihm ein Leichtes, dabei in alle Schatzkammern zu gucken.

Dann ging er zum König: „Verehrter Freund und Nachbar. Du siehst etwas blass aus um die Nase. Bist du krank? Hast du etwa zuviel Gold in deinen Schatzkammern? Gib mir die Hälfte davon ab, dann wirst du sehen, es geht dir bald sehr viel besser.“

Dem König fuhr ein Schrecken durch alle Glieder, er geriet völlig außer sich und rief empört: “Du kriegst kein Gold von mir, niemals! Nie und nimmer!“

König Loki setzte sich lächelnd auf einen Stuhl an der Seite und beobachtete den aufgebrachten Nachbar König, der seinen Besucher in der Aufregung um dieses freche Anliegen schon fast vergessen hatte und sofort ans Pult sprang, um Befehle zu geben an seinen Oberschatzmeister, seinen Hauptmann und seinen höchsten Torwächter. Die sollten sofort alle Schatzkammern und Tore zusperren, damit kein einziges Körnchen Gold aus seiner Burg und seinem Reich herausgebracht werden könnte.

Der Federkiel flog nur so über das Pergament der königlichen Order und der König bestätigte  das Dekret mit Namen und königlichem Siegelring, um sofort alle Türen und Tore in seinem Reich schließen zu lassen:
„Dieser Befehl ist sofort allen Untertanen zu übermitteln bis hinunter zum allerletzten Soldaten, Wächter oder Knecht.“

König Loki hatte nun von seinem stillen Eckchen aus genug gesehen, er hatte sich inzwischen schon äußerlich verwandelt in seinen armen Nachbarkönig, den er böse auszuplündern gedachte und er hatte dessen Bewegungen, dessen Sprache, Tonfall, Gestik und Mimik genauestens studiert, ja er  hatte sogar dessen Handschrift und Unterschrift mit den königlichen Schnörkeln exakt übernommen.

Bevor nun der Nachbarkönig seinen Diener rufen konnte, um die Botschaft schnellstens dem Schatzmeister zu überbringen, sah er – man höre und staune – das sah er sich selbst vor sich stehen. Aber fragen konnte er nicht, denn das Wesen, das genauso aussah wie er selbst, packte ihn unversehens am Schlafittchen und beförderte ihn mit Schwung in einen großen leeren Schrank knapp unter der Decke. Da hockte nun der verängstigte König und wagte sich nicht zu mucksen.

So ist das mit den großen Schränken, liebe Kinder. Solche Schränke findet ihr in den großen öffentlichen Gebäuden, in alten Schlössern, Bibliotheken und Archiven, in Ministerien, Universitäten,  altehrwürdigen Banken und vielem anderen mehr.  Die obersten Fächer sind immer leer, weil da gar kein Mensch ohne lange Leiter mehr herankommt. Sie werden Lokischränke genannt, weil Loki, der große Zauberer dort die Menschen versteckt, die nicht sofort das tun, was Loki will. Wenn Loki seinen Willen dann durchgesetzt hat und sein Ziel erreicht ist, löst er seine Formwandlung auf und holt das Original wieder aus dem Schrank. Das arme Opfer steht dann verwirrt an seinem Schreibpult oder sitzt auf dem Thron und hat keine Ahnung, dass es soeben beschlossen und besiegelt hat, sein halbes Reich an Loki zu verschenken. Dann ist der Schrecken groß!
Aber Loki bringt ja keinen um. Das will er nicht und tut er nicht. Er lässt seine Opfer einfach wie die Puppen tanzen und nimmt sie aus wie eine Weihnachtgans – und das ist ihm bisher immer gelungen.

So erging es auch unserem armen König. Nachdem Loki sein böses Spiel bei dem armen Oberschatzmeister, bei dem Hauptmann der Königlichen Garde und beim Obertorwächter wiederholt hatte, bugsierte er die armen Gefangenen bald wieder aus ihren Verstecken und setzte sie an genau den Stellen wieder ab, wo er sich in sie verwandelt hatte. Der Tross mit den geraubten Schätzen war inzwischen längst zur Stadt und zum Reich hinaus und auf dem Weg zu Loki.

Nun war der Zorn groß, als die Verantwortlichen den Schaden besahen. Der König sprach zum Oberschatzmeister: „Wo ist mein Gold hin? Ich habe ausdrücklich Befehl gegeben, dass kein Körnchen Gold aus meinem Reich herausgebracht werden darf!“

Der Oberschatzmeister zeigte ihm daraufhin des Königs eigenhändig unterzeichneten Befehl, dass die Hälfte des gesamten Goldes sofort an seinen hochverehrten Freund König Loki geliefert werden sollte.

Dem Oberschatzmeister war der gefälschte Befehl seines Königs nicht geheuer gewesen, schließlich trug er die Verantwortung, doch Loki hatte sich inzwischen auch schon in ihn verwandelt und den armen Kerl in einer alten Schatztruhe verstaut. Darauf fügte Loki gewitzt und – in des Königs Handschrift natürlich – noch einen Satz hinzu: „Ebenfalls übergebe ich die Hälfte meiner Juwelen und Kleinodien an meinen geliebten  wundervollen Freund König Loki-„

Der Hauptmann der Garde zeigte sich entsetzt. Er war doch sein Leben lang entschlossen gewesen, die Schätze des Königreiches bis aufs Blut zu verteidigen und musste nun beschämt und verwirrt lesen, dass er selbst angewiesen hatte, nach Rücksprache mit seinem König natürlich, ´dem hochgeschätzten lieben  Freund König Loki´ sogar noch die Hälfte seiner Soldaten, seiner Pferde, Fuhrwerke und Waffen mitzugeben zu deren Schutz und zum Schutz des kostbaren Schatzes auf seinem Transport nach nirgendwo. Und was soll man sagen? Loki hatte alle Schlüsselpositionen im Reich an sich gebracht und konnte nun schalten und walten und plündern, wie er wollte.

Loki war sogar noch in den Höchsten Torwächter hineingekrochen und so ließ dieser als Zugabe noch viele Fässer Wein aufladen und die Räucherkammern der Bürger ausplündern, damit der Tross des edlen Königs Loki auch genügend Wegzehrung für unterwegs hätte.

Wie sollte nun der König diesen Betrug seinem Volk beibringen? Er konnte dem Volk keinen reinen Wein einschenken, denn dann hätte es losgeschrien: „König, du bist ein Riesendummkopf, du hast dich übertölpeln lassen! Du kannst nicht mehr unser König sein!“ Seinem ganzen Führungsstab wäre es ähnlich ergangen und sie wollten zum Schaden nicht auch noch den Spott. Also beschloss der König, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und gestand: „Ja, ich habe die Anweisung gegeben. König Loki ist mein wertvollster und allerbester Freund. Sollte er wieder in Not geraten, werde ich ihm wieder helfen. Ich bin ihm ewig zum Dank verpflichtet. Denn hört: Ich war krank und jetzt bin ich gesund. Mein Reich war krank und jetzt blüht es wieder auf. Hoch lebe König Loki!“

Das Volk  war gerührt von so viel königlicher Warmherzigkeit und es jubelte und feierte seinen König und – König Loki!

Damals, vor diesen unendlich fernen Zeiten entstand ein neues Sprichwort, welches auf König Loki und seine Opfer maßgeschneidert schien, und das lautete:

„Arm, aber glücklich“.

Ob die ganz armen Leute damit glücklich waren, welche nun die halbleere Schatzkammer ihres Königs wieder auffüllen mussten durch ihrer Hände Arbeit oder indem sie ihre Gürtel enger schnallten, das ist nicht überliefert. Jedenfalls hatte König Loki seinem schlechten Ruf alle Ehre gemacht und jeder nahm sich immer mehr vor ihm in Acht. Denn gegen seine Frechheit und Gewitztheit kam wirklich keiner an.

Natürlich ist das noch längst kein echtes Märchen!

Da fehlen noch viele Elemente und tragende Regeln in ihrem ewigen und symbolischen, archaischem Bezug, die unsere geistige Welt von Kind an beleben und erst wenn die mit eingebunden sind, wäre die Sache rund!

Aber es ist Märchenzeit, denn wir wachsen aus unseren gewohnten Funktionen heraus, weil sich uns neue Dimensionen des Verstehens eröffnen. Wir werden uns allmählich unserer spirituellen Energien bewusst.

Wer die Videos unseres Deutschen Kaisers verfolgt, dem eröffnen sich eine Reihe von Aha-Effekten, die entgegen unserer alten Weltanschauungen durchaus märchenhaft anmuten. Auch Gruseleffekte gibt es reichlich. Die wissenschaftlich Gebildeten unter uns brauchen keine Märchen, um die neue Schöpfung zu verstehen. Sie sind die Pioniere, die Wegbereiter, wie auch die aktiv eingebundenen Kämpfer.

Für die Kleinen aber, wobei ich nicht nur die Kinder meine, werden jetzt neue Mythen und Märchen entstehen, weil große Geschehnisse uns begleiten, sichtbar und unsichtbar, die wir nicht mehr leicht einordnen können. Kaum ein Mensch wird auf Anhieb die elementaren kosmischen Zusammenhänge verstehen können, die sich uns jetzt eröffnen und die zunehmend die Inhalte von Anut Pi´s Videos bestimmen.
Darum brauchen wir solche ´Brücken für die Kleinen´, zu denen auch ich mich zähle, um die angesprochenen neuen Realitäten über solche scheinbar phantastischen Filter leichter zu integrieren.

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